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Ein Mann, ein Wort, ein Walzer: Neusiedler erobert den Seewinkel im Gleichschritt

Es gibt Menschen, die machen eine Ausbildung, hängen ein Schild hin und nennen sich Chef. Und es gibt Stephan Baumgartner, der offenbar alle Berufe dieser Republik in sich aufgesogen hat, bevor er sich traute, endlich das zu tun, was er schon mit elf wollte: anderen Leuten beibringen, wie man sich ohne Fremdscham im Kreis dreht.

Der Mann ist 37 und sieht aus wie einer, der in seinem Lebenslauf schon mit 22 alles abhaken konnte. Justizwache, Verkäufer in irgendwelchen Branchen, Nachtrezeptionist, Wertpapiervermittler und zuletzt Sicherheitsbediensteter. Das klingt nicht nach beruflicher Findungsphase, das klingt nach einem Casting für die nächste Staffel irgendeines Hyperrealitätsformats, bei dem am Ende der mit den meisten Jobs gewinnt. Irgendwer hat ihm offenbar eingebläut, dass nur wer genug Taxischeine sammelt, auch eine Tanzschule führen darf.

Dabei war der Weg zum Glück erschreckend geradlinig. Mit achtzehn der erste richtige Ballroom-Kurs, kurz darauf die eigene Tanzmeisterin gefunden, irgendwann die staatliche Prüfung, dann Corona. Die Pandemie hat ihn also nicht ausgebremst, sondern lediglich ein kleines, ordnendes Machtwort gesprochen. Eine kurze Verschnaufpause im ansonsten atemlosen Aufstieg eines Mannes, der zwischen Sparbuch und Ballsaal offenbar keinen Millimeter Ungenutztes lässt.

Gleichzeitig muss man sich fragen, was im burgenländischen Neusiedl am See eigentlich los ist, wenn dort ein ganzer Jahrgang anscheinend kollektiv beschließt, lieber zu tanzen als zu arbeiten. Volkstanzgruppe mit elf, Bälle mit fünfzehn, Polonaise-Einsätze im gesamten Bezirk, später dann die fixe Idee, den eigenen Tanzsaal zu eröffnen. Das ist keine Berufung, das ist eine Fortbildungsstaffel mit zu vielen Folgen.

Nun also Frauenkirchen. Warum Frauenkirchen? Weil der Seewinkel bewirtschaftet werden will, sagt er, und Frauenkirchen sei das Zentralste, was der Seewinkel hergebe. Das klingt, als hätte er eine Powerpoint-Präsentation für eine Bezirkshauptmannschaft gehalten. Frauenkirchen ist das logistische Herz eines Weinanbaugebiets, und selbstverständlich auch der einzige logische Ort für eine neue Tanzschule. Man stelle sich nur vor, ein Tänzer aus Apetlon müsste zum Walzer nach Tadten ausweichen. Das wäre das Ende der Zivilisation.

Die neue Schule heißt Step by Step, was nicht nur ein Name ist, sondern auch ein Versprechen an alle, die je versucht haben, einen Wiener Walzer ohne Fremdschämen zu überstehen. Schritt für Schritt, immer schön weiter, und wer stolpert, der tanzt eben modern. In Österreich sagt man dazu übrigens Foxtrott, aber das nur am Rande.

Bleibt die Frage, was dieser Mann eigentlich noch alles werden will, bevor er vierzig ist. Bürgermeister, Landeshauptmann, Sommelier mit eigener Weinlinie, Buchautor, Kabarettist. Erfahrung hat er offenbar genug, Ausdauer sowieso, und das gewisse Etwas, das man braucht, um in einer Kleinstadt eine Tanzschule zu eröffnen und das so zu verkaufen, als handele es sich um die Eröffnung einer Filiale des Wiener Staatsballetts. Der Seewinkel darf sich warm anziehen. Der Mann kommt mit festem Schritt, und wenn er erst einmal steht, bleibt er auch stehen. Am besten im Dreivierteltakt.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 30. August 2026, 04:30 Uhr