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Gottestal, Sauboden, Türkei: Villach plant endlich Eingemeindung von Schmunzelorten

Es hätte so schön bleiben können. Jahrhundertelang stand das Gottestal einfach im Gottestal, der Sauboden lag im Sauboden, und die Türkei war jene kleine Sackgasse am Ortsrand, in der sich freitags der Kegelclub traf. Doch dann kam die Regionalverwaltung auf die Idee, dass man mit lustigen Ortsnamen doch bitte auch wirtschaftlich etwas anfangen müsse. Schließlich war es bisher sträflich ungenutztes Kapital, dass Einheimische beim Vorstellen ihres Wohnortes kichern müssen wie Teenager auf dem Schulhof.

Eine eigens einberufene Kommission, bestehend aus drei Bürgermeistern, einer Tourismusmanagerin und einem Hund, der zufällig vorbeikam, tagt seit Monaten hinter verschlossenen Türen. Ergebnis der bisherigen Beratungen: Gottestal soll künftig als Wallfahrtsort für gestresste Atheisten vermarktet werden, am Sauboden wird ein interaktives Reinigungserlebnis mit echtem Kärntner Mist aufgebaut, und die Türkei wird endlich ihrer Bestimmung zugeführt. Nämlich als jener Ort, an dem man nicht hinmuss, wenn man in Österreich Urlaub macht.

Ein Sprecher der Kommission erklärte im Rahmen einer sehr ernsten Pressekonferenz, dass man die historischen Hintergründe der Namen keinesfalls unterschlagen wolle. So stamme Gottestal vermutlich von einem mittelalterlichen Ausdruck für ein Tal, in dem tatsächlich einmal kurz jemand Gott gesehen haben wollte, der sich dann aber als Hirsch entpuppte. Der Sauboden wiederum habe seinen Namen daher, dass dort früher tatsächlich Schweine gehalten wurden, und nicht, wie mittlerweile jeder Tourist glaubt, weil die Bewohner besonders reinliche Haushalte führen. Die Türkei schließlich sei nach einem gewissen Herrn Türk benannt, der im 17. Jahrhundert eine Mühle betrieb und aus unerfindlichen Gründen beschloss, seinen Familiennamen um ein ei zu erweitern.

Die Diskussionen darüber, ob man diese Namen künftig durch offizielle touristische Zusatzbezeichnungen aufwerten solle, nehmen inzwischen groteske Züge an. So fordert der Wirtschaftsverein Gottestal, den Ort in Valley of Divine Awkwardness umzubenennen, was den googlebaren Tourismus ankurbeln soll. Die Bürgerinitiative Pro Sauboden hingegen setzt sich für die schlichte Variante ein, weil man finde, dass jeder Ort seinen Charakter bewahren solle, auch wenn der Charakter aus Dreck besteht. Und in der Türkei selbst ist man sich uneinig, ob man den Erdogan-Vergleich nun endlich mal amtlich abschließen oder lieber als dauerhaftes Kuriosum pflegen möchte.

Am spannendsten wird es freilich am Wirtshaustisch, wo die Einheimischen längst eigene Theoriken über die Herkunft der Namen pflegen. Eine ältere Dame aus Sauboden, die anonym bleiben will, weil sie sonst jeder kennt, erzählt glaubhaft, dass ihre Urgroßmutter den Namen einst erfunden habe, um lästige Schwiegertöchter abzuschrecken. Ein pensionierter Lehrer aus Gottestal wiederum beharrt darauf, dass es sich um eine Verkürzung von Gotteßtal handelt, also einem Tal, in dem man dereinst ein Götterbild aufstellte, das dann prompt von einem Blitz zerschmettert wurde. Die Wissenschaft schweigt dazu beharrlich, vermutlich aus Selbsterhaltungstrieb.

Am Ende wird ohnehin alles so kommen, wie es in Österreich immer kommt. Es wird einen Förderantrag geben, eine Studie, die alles nochmal bestätigt, eine zweite Studie, die das Gegenteil behauptet, eine dritte, die beide widerlegt, und schließlich eine viertelseitige Sonderbeilage im Amtsblatt, in der alles nochmal feierlich zusammengefasst wird. Die Türkei bleibt die Türkei, der Sauboden der Sauboden, und das Gottestal ein Tal voller göttlicher Erwartungen und menschlicher Enttäuschungen. Nur die Kommission wird vermutlich ewig tagen, weil man sich noch nicht auf einen Namen für das Protokoll einigen konnte. Die plausibelste Variante wäre, das Protokoll kurzerhand Sitzungsniederschrift im Gottestal zu nennen. Wäre ja auch irgendwie passend.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 03. September 2026, 19:00 Uhr