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Händeschütteln als olympische Disziplin: Zwei Unbekannte erfüllen sich den Lebenstraum einer 81-Jährigen

Man muss es sich einmal vorstellen: Eine 81-Jährige fegt brav die Einfahrt ihres Einfamilenhauses, wahrscheinlich mit dem Besen, den sie seit Jahrzehnten kennt, und plötzlich stehen zwei unbekannte Damen am Gehsteig, die unbedingt ihre Hand wollen. Was nach einem rührenden Akt zwischenmenschlicher Wärme klingt, entpuppt sich als klassischer Fall von gestörter Begrüßungskultur. Offenbar hat jemand den höflichen Handschlag in Wels komplett falsch verstanden. Normalerweise genügt ein freundliches Nicken über den Gartenzaun, vielleicht ein gemurmeltes „Grüß Sie", und alle gehen wieder ihrer Wege. Nicht so in diesem Fall. Hier wollte man die Hand mit Nachdruck, und wer nachgibt, verliert nicht nur die Kontrolle über die Situation, sondern gleich auch noch die Uhr.

Dass es sich bei besagter Uhr um eine Rolex handelt, gibt der ganzen Sache natürlich eine philosophische Tiefe. Wer mit 81 noch eine Rolex am Handgelenk trägt, während er die Einfahrt fegt, hat entweder ein unerschütterliches Vertrauen in die Sicherheit der Nachbarschaft oder ein ebenso unerschütterliches Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Unbefugte durch die Streben hindurch abzuwehren. Beides ist offensichtlich eine Fehlkalkulation. Die Frau streckt artig die rechte Hand durch den Zaun, die Damen ergreifen sie mit der Begeisterung von Menschen, die seit Wochen niemanden mehr gesehen haben, und im selben Moment wandert die Uhr vom Handgelenk auf Nimmerwiedersehen Richtung Kleinwagen mit ausländischem Kennzeichen.

Was daran besonders verstört, ist nicht die kriminelle Energie der Täterinnen, sondern die absurde Choreografie des Ganzen. Da wird monatelang über die Sicherheit von Senioren diskutiert, über Notrufsysteme, über Sturzprävention und über die Gefahr von Enkeltrick-Betrügereien am Telefon, und dann passiert das, was passiert: Der Trick funktioniert nicht am Telefon, sondern in echt, vor der Haustüre, mitten am helllichten Vormittag, unter den Augen der gesamten Nachbarschaft, die wahrscheinlich hinter ihren Gardinen steht und später aussagt, man habe „gar nix ghört". Die Nachbarschaft hatte Sendepause, obwohl die Szene eigentlich wie die letzte Einstellung eines Heimatkrimis vor dem Abspann wirkt.

Besonders rührend ist auch die folgende Flucht. Nicht zu Fuß, nicht mit dem Fahrrad, nein, mit einem hellen Kleinwagen, der mit überhöhter Geschwindigkeit stadteinwärts davonbraust. Man stelle sich das vor: Zwei Damen, die einer betagten Frau die Uhr vom Arm gerissen haben, flüchten mit quietschenden Reifen stadteinwärts, als hätten sie die Kronenjuwelen geraubt und nicht ein Stück Technik mit Selfwinding-Funktion. Und jetzt kommt der eigentliche Skandal dieser Geschichte. Die Polizei bittet Zeugen, die zwischen 9.30 und 11.30 Uhr einen hellen Kleinwagen mit ausländischem Kennzeichen bemerkt haben, sich zu melden. Einen hellen Kleinwagen. Mit ausländischem Kennzeichen. In einer Stadt wie Wels, wo zu dieser Uhrzeit vermutlich jeder zweite Kleinwagen hell ist und jedes dritte Kennzeichen einen Buchstaben aus einem Nachbarland trägt. Die Ermittler suchen also die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen, nur dass der Heuhaufen in diesem Fall die gesamte oberösterreichische Kleinwagenpopulation ist.

Wenn man ehrlich ist, lässt sich aus dieser Geschichte nur ein einziger verwertbarer Rat ziehen: Wer auch im Alter noch Wert auf Höflichkeit legt, sollte das Händeschütteln spätestens ab 80 Jahren konsequent einstellen und auf das gehobene Winken aus der Ferne umsteigen. Oder noch besser: Die Einfahrt einfach liegen lassen und die Nachbarn fegen lassen. Die werden zwar nicht applaudieren, aber wenigstens kann nichts passieren. Und wer partout eine Rolex am Handgelenk tragen will, sollte dies nur noch beim Sonntagsfrühstück im Wohnzimmer tun, mit verschlossener Tür, heruntergelassenen Rollos und einem Blick auf die Eingangstüre, der jedem potenziellen Besucher sofort klarmacht, dass hier niemand zu Hause ist. Wäre ja gelacht, wenn die höfliche Begrüßungskultur am Ende nicht doch noch den letzten Rest an Sicherheit zurückbrächte.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 02. September 2026, 11:32 Uhr