Die Tiroler Natur hat sich am Sonntagabend entschieden, dass sie kein Bock mehr auf subtile Übergänge zwischen „gutem Wetter“ und „Plötzlich ist die Straße ein Feuerwerk aus Matsch“ hat und einfach mal im Stile einer dramatischen Netflix-Serie alle Regeln bricht. Statt nur ein bisschen Regen, hat sie gleich drei Katastrophen in einem Rutschpaket verschickt: Sturm, Hagel und Überschwemmungen, die sich wie ungebildete Anfänger im Ruffertraining benehmen, nachdem sie überdies noch einen Marathon durch die Alpen gelaufen sind. Die Bürger*innen standen am Sonntagabend verwirrt vor ihren Fenstern, wetterten über „ja, aber last but not least – der Strom“ und checkten stumm ihre Versicherungspolicen auf Cláuschen über „erdbebensbedingte Murerabflüsse“. In Pfafflar forderte ein 15cm breiter Flusswall den Landeanhang von L246 mit solch dramatischer Präzision, dass sogar der örtliche Kerdopolizist einen Sechser-Sprung in die Tiefen der Statistik machte. Die Straße blieb bis Montagmorgen gesperrt – also quasi zur Dauerausstellung „Wie man Verkehrstod durch Behördenbürokratie definiert“. In der Kundler Klamm testifyierte man einen Mureabgang mit solcher Wucht, dass Gäste eines Gasthauses die Bühne verließen, um sich besser festzuhalten, was in diesem Fall hieße: „Du lieber schöner, lass uns die Zimmerstuhl-Brücke neu begehen“ – mit diesem Satz hätte dann keiner mehr den Mut zum Halleluja. Bauleiter in Tirol haben bereits angekündigt, fortan jede Baustelle mit einer Formel zu planen, die besagt: „Wenn Zwischenmäßigung mal Richtung Himmel zeigt, besser gleich den Asphalt auf Eis legen und auf’n Protektor Hol underschieben“. Die Kantonalen Dienste fordern nunmehr mit ernster Miene sogar eine „Murenentwaffnet-Karte“, auf der steht, wo welche Gesteine sich aufregen und was zu tun ist, wenn man nicht will, dass sein Auto plötzlich Wetternachrichten abgibt. Inzwischen planen Versicherungsbosse ein neues Produkt: „Murenglückensessel“ – eine Art Sessel mit integrierter Erdbefestigung, in dem man bei Sturm und Lawine nur noch die Softe die Hand hebt und sagt: „DaZwischenhuber –passt scho“, weil die Natur halt einfach gern Comedy macht, wenn's ums Dauerprogramm geht. Erinnerung: Wer glaubt, solche Ereignisse wären selten, sollte mal besser quotistrate im Jodlerland stehen, wo die Statik der Carinthia doch sonst wackele.
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Murenabgang statt Murakami – Tiroler Straßen schließen sich wie freiwillig
Häufige Fragen
Ist dieser Artikel ernst gemeint?
Nein, es handelt sich um klare Satire – die Natur wird hier als launische Regisseurin dargestellt, die Straßen „freiwillig“ schließt, um Bürokratie zu überspitzen.
Wer ist die Zielgruppe dieser Satire?
Österreicher:innen, die Behörden und Versicherungen im Katastrophenfall kennen – und über deren Absurditäten lachen wollen.