Politik Satire Oberösterreich

Wenn der Linzer Kommissar wieder glänzt: Ein Ermittler als therapeutische Wellnesskur für die Stadt

Es gibt Städte, die brauchen einen Bürgermeister, manche brauchen einen Hafen, und Linz braucht offensichtlich vor allem eines: zwei fiktive Kommissare, die den eigenen Ruf als Hochburg des Verbrechens pflegen und ihm regelmäßig neuen Glanz verleihen. Gefährlichen Glanz, um genau zu sein, denn so heißt der neueste Streich eines Mannes, der berufsmäßig Morde ausdenkt und nebenbei noch als Supervisor und Berater arbeitet, was die Frage aufwirft, wen er da eigentlich supervisoriert, die Opfer oder den Täter in ihm selbst.

Die Handlung klingt jedenfalls so, wie sich Oberösterreich das Verbrechen vorstellt, wenn es sich mal wichtig vorkommen will: Auf der Autobahn wird ein Kleinlaster mit Flüchtlingen gestoppt, und gleichzeitig fällt am Taubenmarkt ein Anwalt einer offenbar kriminellen Autowaschanlage zum Opfer. Man darf sich das bildlich vorstellen, die vollendetste Form der urbanen Symbolik: internationale Schleuserbanden treffen auf oberösterreichische Innenstadtjustiz, und mittendrin ein Ermittler, der so zuversichtlich ist, dass er Regeln biegt, sobald die Wahrheit es verlangt. Wem das bekannt vorkommt, hat möglicherweise zu viele Aussendungen aus dem echten Politikbetrieb gelesen.

Bemerkenswert ist vor allem die Recherchearbeit des Autors, der mit dem Stolz eines Mannes, der gerade eine Autobahnraststätte überlebt hat, versichert, dass er jeden Schauplatz persönlich abgehe. Vom Villenviertel bis zum Industriegebiet, von der noblen Pöstlingbergstraße bis zur Autowaschanlage, in der es, natürlich, schmutzig zugeht. Linz biete einfach vieles, sagt er, und wer einmal versucht hat, in dieser Stadt einen Parkplatz zu finden, der weiß, dass das die understatementstärkste Aussage seit der Erfindung des Kriminalromans ist.

Das eigentlich Bizarre aber sind die Figuren. Worschädl, der Kommissar, ist ein zuversichtlicher Mensch, der Regeln flexibel nimmt, natürlich nur, wenn es der Wahrheit dient. Es ist beruhigend zu erfahren, dass es in der fiktiven Linzer Polizei wenigstens einen Beamten gibt, der die Wahrheit überhaupt noch als Dienstherrin anerkennt. Und die Nebenfigur Schinagl darf vermutlich wieder diejenige sein, die den Kaffee holt und am Ende den entscheidenden Hinweis aus der Waschstraße trägt. So funktioniert das eben in Oberösterreich, die großen Fälle löst man zwischen Waschbürste und Parkautomat.

Bleibt die Frage, warum ausgerechnet Linz so beharrlich literarisch vermessen wird. Andere Städte haben einen Klang, eine Skyline, eine Geschichte, Linz hat offenbar vor allem eines: eine offenbar unerschöpfliche Lust, sich selbst als Schauplatz zu inszenieren. Und während der reale Bürgermeister noch über Baustellen sinniert, die nie enden, schreibt ein Autor in aller Ruhe daran, dass die Stadt wenigstens auf dem Papier endlich zu sich kommt, mit Morden, Schleusern, schmutzigen Geschäften und einem Ermittlerduo, das die Welt zwischen Taubenmarkt und Autobahnaufffahrt retten darf.

Am Ende bleibt das schönste Bild dieses Krimis ohnehin unsichtbar: Tausende Oberösterreicher kaufen für 14,95 Euro ein Buch, in dem ihre Heimatstadt endlich glamourös ist, und lesen entspannt auf der Couch, während draußen ein Kleinlaster hupt und ein Anwalt schweigt. Die Wirklichkeit ist bekanntlich teurer und braucht keinen Klappentext.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 02. September 2026, 14:08 Uhr