Politik Satire

Wenn die Volkswirtschaft nach Niederösterreich riecht

Wer kennt es nicht: Man steht im Supermarkt vor dem Regal und fragt sich, warum ausgerechnet zwischen Bio-Tofu und Hafermilch keine Konserve mit menschlichem Furz steht. Ein Versorgungsleck, das die freie Marktwirtschaft bislang einfach übersehen hat. Nun gut, die freie Marktwirtschaft ist ja zum Glück ein aufmerksames Wesen, das solche Lücken mit der ihm eigenen Empathie schließt. Heraus kommt dann eine Influencerin, die ihre Verdauung als Start-up verkauft und stolz darauf ist.

Manche behaupten ja, eine Volkswirtschaft brauche Innovation, Disruption und echte Problemlöser. Andere sagen, sie brauche nichts weiter als einen Hauch Pathos, einen Schuss Größenwahn und einen funktionierenden Darm. Die hier gemeinte Jungunternehmerin hat sich für Letzteres entschieden und prompt 60.000 Euro umgesetzt, was vermutlich auch der Grund ist, warum die Wirtschaftskammer demnächst einen Lehrgang für körperliche Emissionen anbietet. Modul eins: Der kontrollierte Pups. Modul zwei: Die mediale Verwertung. Modul drei: Herzinfarkt-Vorsorge, weil ohne geht es offenbar nicht.

Interessant ist auch die Preisgestaltung. 900 Euro für eine Ladung Darmwind, 334 Euro für ein Fläschchen Brustschweiß. Da hat selbst die gehobene Wiener Szenegastronomie Mühe nachzukommen, wo ein Kaffee ja mittlerweile auch fast so viel kostet wie einst ein Mittagessen mit Getränk. Allerdings fehlt bei der Gastro die Authentizität. Niemand will Schweiß von jemandem, der den nicht selbst produziert hat, schon gar nicht in Bio-Qualität aus Oberösterreich.

Nicht fehlen darf natürlich die kulturelle Rahmung. Wer bei der ganzen Kommerzialisierung des Körpers noch nicht genug hat, darf sich anhand eines Livestreams einer Glaubensgemeinschaft davon überzeugen, dass digitale Spiritualität offenbar funktioniert. 1.883 Zuschauer, einer weniger nach einer Minute. Das ist immerhin eine höhere Fluktuationsrate als in manchem Gemeinderat, und es spricht für die Ehrlichkeit der Sendung: Wer einschläft, schläft halt ein, selbst vor dem Herrn.

Besonders beruhigend ist das oberösterreichische Sprichwort, das eigentlich keinen Sinn ergibt und genau deshalb perfekt in unsere Zeit passt. Wer es ausspricht, gibt zu, dass ihm gerade die Worte fehlen. Eine Art politisches Eingeständnisformular, nur ohne Formular, ohne Ansuchen und ohne Aktenzahl. Da könnten sich manche Pressekonferenzen ein Beispiel nehmen, dort wird ja oft geredet, bis einem die Worte fehlen, ohne dass es jemand merkt.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Es gibt Produkte, die braucht niemand, und trotzdem kaufen sie alle. Es gibt Influencer, die niemand versteht, und trotzdem folgen alle. Es gibt Politik, die niemand erklären kann, und trotzdem wählt man sie. Und es gibt einen oberösterreichischen Satz, der nichts bedeutet und trotzdem immer stimmt. Der freie Markt jubiliert, das Spital kalkuliert neue Kapazitäten, und die Volkswirtschaft riecht endlich wieder nach etwas.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 05. September 2026, 17:30 Uhr