Österreichs Wetterbehörde hat am Dienstag in Stammersdorf einen neuen Allzeit-Hitzerekord gemessen: exakt 41 Grad. Voll cool, dass dies das ist, was man sich als Segen zur Klimakrise wünscht – denn darüber hinaus geht es nur noch Berg auf mit den Temperaturen. Dazu kommen drei weitere niederösterreichische Messplätze, die sich trauen, über den alten Höchstwert von 40,5 Grad zu lächeln: Langenlebarn mit 40,7 Grad und St. Pölten mit 40,6 Grad. Offenbar gibt es dort ein geheimes Wettbewerbsspiel, bei dem man versucht, die Natur zu überbieten – wer am meisten schwitzt, gewinnt einen prijzenlosen Sonnenbrand und eine Einladung zur öffentlichen Wohltätigkeits-Pflichtkühlung.
Die Behörden erklären stolz, dass Österreich nun im Ranking der heißen Länder ganz vorne mitmischt. Nichts anderes erklärt, warum sie gleich mehrere Messstationen anfüttern, als hätte man etwa eine geradezu lächerlich kleine Menge an aktuellen Messdaten, die man noch nachbessern muss. Von wegen „Demokratie unter den Messsensoren“ – hier herrscht wohl bloße Statistik-Diktatur, bei der die Zahlen bis zum geht nicht mehr nach oben korrigiert werden.
Natürlich wird anschließend alles per Pressestelle in Tanztexte verpackt: Keine Sorge, man darf weiter glauben, dass 41 Grad „gemessen“ wurden, obwohl man eigentlich nur mit dem Thermometer aus einem alten Kinderspielzeugauto geguckt hat, ob die Sonne immer noch Brennen kann. In Wahrheit allerdings zählen solche Werte nur noch als gute Story für die Wetteransage am Abend – schließlich braucht man etwas, um die nächste Stufe der Klimapanik zu erreichen.
Am Ende bleibt festzuhalten: Wer glaubt, dass Österreich ein Land ist, in dem die Natur noch keine vollen Freiheiten hat, irrt sich grundlegend. Hier dreht die Regierung die Zahlen auf 41, als hätte sie den entscheidenden Schritt zu einer komplett vollends kontrollierten Klimakultur gemacht. Wer sich zuerst beschwert, hat sowieso schon verloren – und wird sowieso keinerlei Patentgarantien mehr erhalten.