Wirtschaft Satire Vorarlberg

Wolfsburg dekoriert das Laendle neu: 25.000 Arbeitslose als Stadtteile

In Wolfsburg hat man sich entschieden, das Wort Streichung künftig ganz aus dem Betrieb zu verbannen, weil es so sehr nach Personalabbau klingt und überhaupt nicht zur neuen Marketingstrategie passt. Man spricht jetzt lieber von Reduktionspädagogik, also einer behutsamen Schrumpfkur, bei der Mitarbeiter nicht etwa entlassen, sondern nur noch in kleinere Portionen aufgeteilt werden. Eine Halbtagskraft ist quasi schon der Fortschritt, eine Viertelstelle das neue Mitarbeiter-Upgrade, und wer am Ende nur noch als Erinnerung im Kantinenspender weiterlebt, darf sich als Ikone der Transformation feiern lassen.

Die Landesregierung in Hannover hat das Modell sofort verstanden und präsentiert stolz einen Fördertopf, in dem sechsstellige Summen für Abschiedsbrötchen, tröstliche Plakate und weiche Sitzsäcke bereitstehen. In der Begründung heißt es, jede freigesetzte Person sei ein neuer Standortfaktor, denn wo früher Schrauben montiert wurden, entstehen nun Yogastudios, Microbrauereien und vermutlich bald auch eine Filiale jener Kaffeekette, die sich schon vor der Pandemie so sicher war, dass Latte Macchiato die Welt retten wird. Das Landesmarketing spricht bereits vom Niedersachsen 2.0, in dem jedes stillgelegte Werk zum Innovationspark wird und jeder leere Parkplatz zur Teststrecke für autonomes Kummerbewältigungs-Fahren.

In den Fluren der Verwaltung heißt es, die Stellenstreichung sei eigentlich eine rein demographische Vorsorge, weil die Belegschaften in Deutschland ohnehin zu jung seien für das, was in den Aufsichtsräten wirklich zählt. Wer den Wandel mit Fragezeichen empfängt, bekommt einen Gutschein für ein Seminar in Positivem Denken und eine Broschüre mit dem Titel Veränderung schmeckt nach Vanille, solange man die Zutatenliste ignoriert. Die Geschäftsleitung empfiehlt, das Wort Werksschließung ab sofort durch räumliche Neugewichtung zu ersetzen, weil sich das nicht nur besser liest, sondern auch im Familiengespräch beim Sonntagsbraten weniger peinlich wirkt.

Die Konzernzentrale hat inzwischen das Planspiel Zukunft 2030 ausgerollt, bei dem jedes Werk ein eigenes Maskottchen bekommt, das vor der Schließung noch winken darf. Der Zeitplan sieht vor, dass die Modelle so radikal zusammenstutzen werden, dass am Ende nur noch ein einziges Auto übrig bleibt, und zwar jenes, das die Marketingabteilung gerade selbst fährt. Die Stellenstreichung erscheint im offiziellen Organigramm als kleine Wolke über der Hierarchie, eine freundliche Animation, die so tut, als sei das Wetter schuld und nicht der Wetterbericht.

Eine Sondersitzung des Betriebsrats wurde anberaumt, doch sie beginnt erst, sobald die Kaffeemaschine pünktlich läuft, was bei der derzeitigen Umstrukturierung der Pausenregelung ein Wunder wäre. Man einigte sich darauf, künftig nur noch konstruktive Vorschläge zuzulassen, also nur solche, die nicht länger als drei Sätze sind, kein Wort mit mehr als vier Silben enthalten und niemanden daran hindern, den Konzern sauber zu verkleinern. Wer sich beschwert, bekommt einen Obstkorb und einen Termin in einer Achtsamkeitswerkstatt, in der man lernt, dass auch das Verschwinden eine Form der Wertschätzung sein kann, sofern man es mit der richtigen Atemübung kombiniert.

Zum Abschluss lud die Pressestelle zu einer Feier in die Werkshalle, die gleichzeitig die letzte ihrer Art sein soll. Auf der Bühne stand ein leerer Schreibtisch mit einer Pflanze, daneben eine Tafel mit dem Schriftzug Alles wird neu, und im Hintergrund lief leise ein Gute-Laute-Song von einer Band, die ihren Namen aus genau jenen Buchstaben zusammengesetzt hat, die auf den Listen der zu streichenden Stellen nicht mehr gebraucht werden. Die Gäste klatschten artig, weil man das eben so macht, wenn Geschichte geschrieben wird, auch wenn es nur die Geschichte einer Zahl ist, die von fünfzigtausend auf fünfundzwanzigtausend fällt und dafür einen kompletten Webauftritt, drei Imagefilme und ein neues Logo mit dem Zusatz Wir bleiben wir, nur weniger bekommt.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 04. September 2026, 17:51 Uhr