Technologie Satire

Zuckerberg verkauft jetzt auch noch die Sicht mit

Es gibt Ideen, die sind so schlecht, dass sie fast schon wieder sympathisch wirken. Werbegeschenke mit Sprüchen drauf etwa, oder Socken mit Zehennummerierung, oder ein EU-Vorsitz, der tatsächlich alle glücklich macht. Ganz oben auf der Liste steht neuerdings aber die kamerafähige Brille. Also genau jenes Gerät, das kein Mensch gebraucht hat, bis ein Milliardär in Menlo Park beschlossen hat, dass es jetzt gebraucht wird.

Dass ausgerechnet das Unternehmen hinter Facebook und Instagram jetzt auf Privatsphäre macht, ist ungefähr so glaubwürdig wie ein veganes Schnitzel im Wirtshaus. Aber Marketing kennt kein Schamgefühl, und so wird die Spannerbrille aktuell als das nächste Must-Have verkauft, also als jenes Ding, das man unbedingt braucht, obwohl einem vorher niemand gesagt hat, dass es fehlt. So funktioniert das halt. Früher war es das Handy, dann das Smartphone, jetzt ist es eine Brille, die still mitfilmt, während man am Würstelstand steht.

Besonders entzückend ist das Argument der Hersteller, das Ganze sei eine ideologische Technologie. Klingt erst einmal wichtig. Ideologisch wie ein Philosophieseminar, nur dass man danach aussieht wie ein besonders ambitionierter Radfahrer. In Wahrheit ist es die alte Ideologie: Ich sehe alles, du siehst nichts, und alle sagen, sie finden das super. Der Konsument willigt ein, weil die Brille schick ist und weil man mit ihr endlich so tun kann, als wäre man auf dem Cover eines Tech-Magazins. Datenschutz ist dann das, was man in den Einstellungen wegklickt.

In Österreich läuft das Ganze traditionell etwas gemütlicher. Hier wird nicht einfach eine Kamera auf die Nase gesetzt, hier wird zuerst ein Arbeitskreis gegründet, dann eine Studie in Auftrag gegeben, dann ein Bier darüber getrunken. Die Spannerbrille wird solange Spannerbrille genannt, bis irgendein Pressereferent einworfen kann, dass der Begriff diskriminierend gegenüber Brillenträgern sei. Danach heißt sie dann Sehassistenzsystem mit integriertem kollektivem Erinnerungsvermögen, und alle gehen zufrieden nach Hause.

Erste Pilotprojekte gibt es bereits, wie man sich denken kann, in genau jenen Berufsgruppen, die man sich am wenigsten wünscht. Nebenwirkungsarme Influencer, die jetzt beim Wandern nicht mehr stolpern, weil sie mit beiden Augen filmen können. Türsteher, die schon vor dem Eingang wissen, wer Ärger macht. Und Politiker, die beim Spatenstich gleichzeitig dem Boden und der Kamera zunicken können, ohne die Hand heben zu müssen. Es ist die ehrlichste Form von Politik, die es je gab: alles sichtbar, nichts gesagt.

Die Pointe ist natürlich die, die immer kommt. Am Anfang lacht man über die Verrückten, die eine Kamera auf der Nase tragen. Dann trägt man sie selbst, weil es praktisch ist. Dann trägt man sie, weil es schick ist. Und irgendwann trägt man sie, weil man ohne nicht mehr dazugehört. Genau so funktioniert ideologische Technologie. Sie kommt nicht als Verbot, sondern als Angebot. Freiwillig, freundlich, und ein kleines bisschen gruselig. Wer das kritisch sieht, hat halt kein gutes Marketing im Blut. Oder, schlimmer noch, eine Meinung.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 30. August 2026, 18:00 Uhr