Wissenschaft Satire Oberösterreich

Zwölf Lektionen gegen den Wohlstandskater

Stellen Sie sich vor, Sie leben in einem Land, in dem die drängendste Frage der Gegenwart lautet: Habe ich schon das dritte Paar Schuhe, oder brauche ich noch das dritte Paar Schuhe? Genau in diese Kerbe schlägt ein Verein, der sich seit fast fünfzig Jahren damit beschäftigt, dem Menschen das Weniger schmackhaft zu machen, als wäre Mäßigung eine neue Geschmacksrichtung beim Heurigen.

Der Verein SOL, was vermutlich für Solange steht, ist jedenfalls der Meinung, dass die Menschheit kurz vor dem kollektiven Konsumkollaps steht. Seine Lösung: ein zwölfteiliger Lehrgang, der so gar nichts mit erhobenem Zeigefinger zu tun hat, sondern mit zwölf Einheiten sanften Fingerzeig. Monatlich treffen sich Menschen in einer ehemaligen Gießerei, um dort zu ergründen, ob sie wirklich all die Dinge brauchen, die sie besitzen, oder ob das nur eine verdammt hartnäckige Einbildung der Werbeindustrie ist.

Geleitet wird das Ganze von einer promovierten Beraterin, die vermutlich weniger berät als vielmehr ab und zu tröstend auf die Schulter klopft, falls jemand beim Reflektieren über den eigenen Ressourcenverbrauch in Tränen ausbricht. Unterstützt wird sie von einem Organisator, der sich so sehr freut, dass man fast befürchtet, er habe in seiner Freude das eigene Konsumverhalten noch nicht mitreflektiert. Immerhin: Der Lehrgang ist kostenlos, freiwillige Beiträge sind willkommen, was die Sache mit der Genügsamkeit gleich wieder auf eine solide Basis stellt.

Was den Kurs besonders macht, ist die Tatsache, dass er angeblich seit fünfzig Malen durchgeführt wurde. Fünfzig Mal hat man sich also bereits hingesetzt, um den Menschen das Weniger nahezubringen, und dennoch sitzen jedes Mal neue Leute da und wollen wissen, wie das geht. Das ist ungefähr so, als würde man fünfzig Mal erklären, warum man kein fünftes Stück Kuchen essen sollte, und trotzdem steht die nächste Schlange schon bereit.

Am Ende wartet, so darf vermutet werden, keine große Erleuchtung, sondern das ehrliche Eingeständnis, dass man eigentlich ganz gut zurechtkommt mit dem, was man hat. Und falls doch nicht, kann man sich beim nächsten Lehrgang anmelden, denn offenbar gibt es für jeden Lebensüberdruss einen passenden Semesterplan. Die ökologischen Grenzen unseres Planeten werden es zu schätzen wissen.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 05. September 2026, 17:56 Uhr